Vorbereitungen für das Arbeiten mit Epoxy Resin

Wie alle Arbeiten mit Kunststoffen erfordert auch das Epoxidharz gießen einige Vorsichtsmaßnahmen, denn Hautkontakt und das Einatmen der Dämpfe sollte unbedingt vermieden werden. Einweghandschuhe sind geradezu Pflicht, ebenso lange Kleidung. Allergische Reaktionen können die Folge sein, wenn man es an ausreichendem Schutz hat fehlen lassen. Gegen Belastungen der Atemwege hilft eine Schutzmaske.

Beim Anmischen von Epoxy Resin kommt es vor allem auf das richtige Mischungsverhältnis an. Wer die Maßeinheiten nicht exakt beachtet, bekommt entweder eine breiige Masse, die einfach nicht aushärten will. Oder die Verarbeitungszeit reduziert sich enorm, und das Projekt kommt erst gar nicht zur Ausführung. Meist wird ein Misch- oder Rührbecher empfohlen mit einem Volumen von 600 ml. Die Mengenangabe sollte möglichst präzise sein. Auch eine Feinwaage kann beim Zusammenrühren Anwendung finden.

Epoxy mischen mit dem Rührstab aus Kunststoff

Beim Vermischen von Härter und Harz kommt es auf wirklich gutes Durchrühren der beiden Komponenten an. Ein Holzscheit oder ähnliches reicht meist nicht aus, das Ergebnis wird unbefriedigend, die Zusammensetzung der Komponenten inkonsistent. Deshalb wurden spezielle Rührstäbe entwickelt. Die Fächerartige Anordnung der Rührstäbe lässt das Anrühren wesentlich zuverlässiger gelingen. Beim Mischen entstehen dann auch deutlich weniger Blasen, die nachher mit Heißluft entfernt werden müssten. Ein weiteres Mittel zur Verhinderung der unerwünschten Luftgebilde ist die Langsamkeit. Damit wird die Blasenbildung auf ein Minimum reduziert.

Epoxy Resin, Farben, Farbpigmente und Farbpuder

Epoxidharz wird von diversen Anbietern hergestellt, das Angebot ist enorm und vielfältig. Deshalb sollte der Kunde mit Bedacht das für ihn passende Produkt auswählen. Soll die Resin Art etwa im Freien ausgestellt werden, muss das Harz UV-beständig sein. Und es gibt Produkte, die genau für diesen Zweck entwickelt wurden. Die Herstellerangaben enthalten auch Mitteilungen über andere besondere Eigenschaften des Harzes. Ob etwa die Luftblasenbildung gering ist, sagt etwas über die Qualität aus, und kann bei der ein oder anderen Anwendung wichtig werden.

Epoxy Resin kann gegossen werden soll oder soll manchmal als Überzug Verwendung finden, und die Art der Anwendung spielt bei der Auswahl ebenfalls eine wichtige Rolle. Auch über den möglichen Verwendungszweck gibt der „Beipackzettel“ Auskunft, genau so wie über die Verarbeitungszeit und die Dauer der Aushärtung. Manches Epoxy ist ohne Lösemittel hergestellt und kommt besonders der gesundheitsbewussten Kundschaft entgegen.

Das Harzgemisch lässt sich mit Farben hervorragend aufwerten. Der Begriff „Resin Art“ hebt den künstlerischen Aspekt deutlich hervor. Allerdings sind wasserbasierte Farben für Epoxy Resin nicht geeignet. Die Flüssigpigmente sollten ausreichend gesättigt sein, um entsprechend zu wirken. Auf keinen Fall mehr Pigmente hinzumischen, um einen satten Farbton zu erhalten, dann wird das Harz zäh und lässt sich nur schwer verarbeiten. Airbrush-Farben und lichtdurchlässige Pigmente sind ebenfalls für Epoxy Resin verwendbar.

Der Heißluftföhn oder Gasbrenner: Resin „entlüften“

Nicht nur zum Ondulieren verwendet der Resin Experte den Heißluftföhn. Denn bisweilen entstehen trotz achtsamem Umrühren doch die unerwünschten Luftgebilde, die alsbald und dringend entfernt werden sollten. Mit der Zufuhr von Hitze steigen die im Epoxy Resin gebundenen Bläschen an die Oberfläche, wo sie sich schließlich auflösen.

Der Luftstrom des Gebläses kann aber auch zu künstlerischen Aktivitäten verwendet werden. Wenn mit Farben gearbeitet wird, bringt der Föhn mit seinem Luftstrom die gewünschten Formen hervor. Mit dem Ineinanderfließen der Farben entstehen interessante Effekte.

Auch der Gasbrenner sorgt für klare Verhältnisse im Epoxy Resin Gemisch. Sein Vorteil gegenüber dem Föhn ist, dass er die Oberfläche des Epoxy Resin nicht aufwellt. Beim Entfernen kleiner Bläschen ist eine Lötlampe effektiver als der Föhn.

Epoxy Resin austarieren: Die Wasserwaage

Die Gießform soll wirklich horizontal ausgerichtet sein. Damit sie auch tatsächlich eben auf der Arbeitsfläche aufliegt, kommt die Wasserwaage zum Einsatz. Im anderen Fall zerfließt das Resin in kurzer Zeit und das Bild wird unansehnlich.

Klebeband oder Kreppband: Saubere Ränder für das Epoxy

Die Seiten der Form sollten sorgfältig abgeklebt sein. Aber das Klebeband erst entfernen, wenn das Epoxy Resin etwas fester ist. Wird es zu früh abgezogen, entstehen hässlich Risse, Klebereste bleiben zurück.

Abdeckfolie und reißfeste Wischtücher gegen Epoxy-Flecken

So sehr man sich auch bemüht, immer geht etwas daneben. Wie bei Farben und anderen Kunststoffen kommt es dann darauf an, möglichst schnell zu wischen, damit nicht dauerhaft Flecken zurückbleiben. Deshalb erst mit Folie alles abdecken, denn manches Malheur bleibt unbemerkt, und erst am nächsten Tag, wenn die Flüssigkeit eingetrocknet ist, wird der Schaden bemerkt. Die Wischtücher braucht man ständig, wenn etwas daneben geht. Oder wenn die Arbeitswerkzeuge gereinigt werden.

Malplatten für die Resin Art

Als Gießform eignen sich alle Schalen aus Kunststoff oder sogenannte Malgründe oder Malplatten. Auf der Innenseite kann man diese gut mit Epoxy Resin ausgießen. Mit ein paar Holzleisten und Leinwand kann man sie auch selbst anfertigen.

Die bei den selbst hergestellten Behältern entstehenden Innenfugen werden mit einer Silikonfuge abgedichtet. Die gesamte Innenfläche der Form leicht mit Silikonspray als Trennmittel einsprühen und mit einem weichen Tuch gleich wieder auswischen. Die hauchdünne Benetzung mit Silikon wirkt als Trennmittel. So kann man nach dem Aushärten die Resin Art leichter aus der Form entnehmen.

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